Wie kann ich mich für ein Technik-Camp anmelden?
Du suchst Dir auf unserer Technik-Camp-Seite den Termin aus, der für Dich paßt. Anschließend beantragst Du Deine Fördermitgliedschaft, überweist den Projektförderbeitrag auf unser Vereinskonto und schickst uns eine kurze E-Mail mit Deinem Wunsch-Camp. Die Teilnahme findet im Rahmen der Vereinsarbeit von Goods for all – Fairein zur Entfaltung des menschlichen Potenzials statt und setzt eine Fördermitgliedschaft voraus. Mit Deiner Anmeldung und dem Eingang des Projektförderbeitrags ist Deine Teilnahme verbindlich bestätigt. Anschließend bekommst Du von uns eine Bestätigungsmail mit allen wichtigen Informationen zu Deinem Camp.
Was passiert, wenn ich angemeldet bin und doch nicht kommen kann?
Unsere Technik-Camps funktionieren ein bißchen anders als ein normales Seminar. Aus einem ursprünglich geplanten Camp sind inzwischen sieben Camps und eine rund achtwöchige Tour geworden. Dafür brauchen wir an jedem Standort mindestens 16 verbindlich angemeldete Teilnehmerinnen und müssen die gesamte Reise lange im Voraus planen.
Deshalb können wir keine klassischen Stornobedingungen anbieten. Ist ein Camp mit maximal 20 Teilnehmerinnen voll, führen wir eine Warteliste. Mußt Du absagen, schauen wir zuerst, ob eine Frau von der Warteliste Deinen Platz übernehmen möchte. Wird Dein Platz neu vergeben und der Projektförderbeitrag geleistet, bekommst Du Deinen Projektförderbeitrag zurück. Alternativ kannst Du selbst eine andere Camperfrau finden, die Deinen Platz übernimmt.
Uns geht es nicht darum, einen Platz zweimal bezahlt zu bekommen. Wir brauchen lediglich die Planungssicherheit, daß die Plätze, aufgrund derer wir diese große Tour planen, am Ende auch besetzt sind.
Was passiert, wenn ein Technik-Camp von uns nicht durchgeführt werden kann?
Ein Standort findet ab 16 verbindlichen Anmeldungen statt. Am 31. Oktober 2026 schauen wir uns den Stand der einzelnen Regionen an. Falls nötig, läuft eine Nachfrist bis zum 15. November 2026.
Kommt ein Standort trotzdem nicht zustande, schauen wir zunächst gemeinsam, ob Du auf ein anderes, möglichst benachbartes Technik-Camp ausweichen möchtest, sofern dort noch Plätze frei sind. Paßt das für Dich nicht oder möchtest Du nicht wechseln, bekommst Du Deinen bereits gezahlten Projektförderbeitrag vollständig zurück. Das gilt selbstverständlich auch, wenn wir ein Camp aus anderen Gründen absagen müssen.
Ich habe gar kein „richtiges“ Wohnmobil. Kann ich trotzdem teilnehmen?
Na klar! Hilux mit Wohnkabine, Minicamper, Kastenwagen, Selbstausbau, Pickup mit Kabine oder Wohnwagen – unterschiedliche Fahrzeuge sind ausdrücklich willkommen. Es geht nicht darum, wie ein bestimmtes Wohnmobil funktioniert, sondern darum, Zusammenhänge zu verstehen: Strom, Batterien, Wasser, Reifen, Fahrzeugtechnik, Aufbau und Dichtigkeit. Bei unseren Camp-Plätzen achten wir außerdem darauf, daß mindestens eine Toilette vorhanden ist.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Wenn Du beim Öffnen der Motorhaube ungefähr denkst: „Ähm … ja. Motor. Und jetzt?“, bist Du genauso richtig wie Frauen, die schon das eine oder andere selbst an ihrem Camper gemacht haben. Wir möchten Dich dort abholen, wo Du gerade stehst. Und deshalb gilt bei uns: Es gibt keine blöden Fragen.
Arbeiten wir auch an unseren eigenen Campern?
Ja – genau das ist uns wichtig. Natürlich müssen wir manches gemeinsam erklären und zeigen. Aber am Ende hilft es wenig, wenn Du weißt, wo bei unserem Fahrzeug etwas sitzt und vor Deinem eigenen Camper wieder rätselst. Deshalb schauen wir uns auch Eure Fahrzeuge an und übertragen das Gelernte auf die unterschiedlichen Systeme.
Können zwei Frauen gemeinsam in einem Fahrzeug kommen?
Natürlich. Wenn Ihr sowieso zusammen unterwegs seid, müßt Ihr nicht mit zwei Fahrzeugen anreisen, nur weil Ihr beide teilnehmen möchtet. Der Projektförderbeitrag von 325 € Early Bird bzw. 365 € regulär gilt pro Teilnehmerin, nicht pro Fahrzeug. Die praktischen Technikeinheiten sind auf die einzelne Teilnehmerin ausgerichtet. Jede von Euch arbeitet während des Camps mit ihrem eigenen Multimeter. Dieses Arbeitsmittel dürft Ihr anschließend behalten und mit auf Reisen nehmen. Die Stellplatzkosten sind davon unabhängig und werden direkt mit dem jeweiligen Platz abgerechnet.
Ich reise mit einer Frau, die nicht am Technik-Camp teilnehmen möchte. Kann sie trotzdem mitkommen?
Ja, natürlich. Begleitpersonen können am gemeinschaftlichen Rahmen des Vereinswochenendes teilnehmen. Für Begleitpersonen beträgt der Projektförderbeitrag 95 € für das gesamte Wochenende. Damit kann Deine Begleitung beim gemeinsamen Camp-Leben, den Mahlzeiten, Kaffee und Kuchen, Knut Kallas und den gemeinsamen Abenden dabei sein.
An den Technik-Einheiten nimmt die Begleitperson nicht teil und sie erhält auch kein Multimeter. Begleitpersonen zählen nicht zu den maximal 20 Teilnehmerinnen des Technik-Camps. Der Stellplatz wird separat direkt mit dem jeweiligen Platz abgerechnet.
Begleitperson anmelden · 95 € Projektförderbeitrag
Was kostet der Stellplatz zusätzlich?
Die Stellplatzkosten sind nicht im Projektförderbeitrag für das Technik-Camp enthalten und liegen – je nach Camp-Platz – bei 12 bis 20 € pro Nacht. Die genauen Kosten findest Du beim jeweiligen Termin auf der Landingpage. Wir reservieren für alle Teilnehmerinnen einen Stellplatz von Freitag bis Sonntag. Bezahlt wird der Stellplatz direkt beim jeweiligen Platz. Wenn Du früher anreisen oder länger bleiben möchtest, klärst Du das bitte direkt mit dem Campingplatz ab. Die Kontaktdaten bekommst Du mit Deiner Bestätigungsmail.
Dürfen Hunde mit?
Ja. ❤️ „Hunde erlaubt“ gehört zu unseren festen Kriterien bei der Auswahl der Camp-Plätze. Vor Ort gelten natürlich die jeweiligen Regeln, zum Beispiel eine Leinenpflicht. Während der Technik-Runden schaust Du selbst, was für Deinen Hund am besten funktioniert. Wichtig ist nur, daß es für alle Zwei- und Vierbeiner entspannt bleibt.
Schaffe ich überhaupt das ganze Programm?
Das hoffen wir doch sehr. 😄 Aber nicht in dem Sinne, daß Du am Sonntag eine Prüfung ablegen und anschließend einen Camper neu verkabeln mußt. Das Technik-Camp ist kein Prüfungswochenende. Du sollst ausprobieren, anfassen, verstehen und vor allem Fragen stellen. Unser Ziel ist, daß aus „Oh Gott, irgendwas stimmt nicht. Was mache ich denn jetzt?“ immer öfter ein „Okay. Erst mal schauen.“ wird. Genau das verstehen wir unter Hilfe zur Selbsthilfe.
Habe ich bei dem ganzen Programm auch noch Zeit für mich, meinen Hund oder meine Partnerin?
Ja. Unbedingt. Wir haben viel vor, aber daraus soll kein Technik-Bootcamp werden, bei dem Du Freitag eincheckst und Sonntag mit qualmendem Kopf wieder vom Platz rollst. 😉 Es gibt Pausen und Zeit zwischen den Einheiten. Auch die gemeinsamen Abende gehören zum Camp – aber ohne Anwesenheitspflicht. Intensiv heißt für uns nicht durchgetaktet.
Muß ich Werkzeug mitbringen?
Ja, ein paar Dinge solltest Du dabeihaben. Dafür bekommst Du rechtzeitig vor dem Camp eine Werkzeugliste. Eine komplette Werkstatt mußt Du aber nicht anschaffen; spezielleres Werkzeug für die gemeinsamen Technik-Einheiten bringen wir mit. Und ein Werkzeug brauchst Du schon mal nicht zu kaufen: Dein Multimeter bekommst Du von uns. Damit arbeitest Du während des Camps und anschließend darf dieses Arbeitsmittel mit Dir auf Reisen.
Warum maximal 20 Teilnehmerinnen?
Weil wir kein Technik-Camp veranstalten wollen, bei dem vorne einer erzählt und hinten 40 Menschen versuchen, noch irgendetwas mitzubekommen. Wir wollen anfassen, ausprobieren, Fragen beantworten und uns Eure Fahrzeuge anschauen. Dafür muß die Gruppe überschaubar bleiben. Deshalb ist bei 20 Teilnehmerinnen Schluß.
Warum ausgerechnet diese kleinen Camp-Plätze?
Auch das ist eine ganz bewußte Entscheidung. Wir arbeiten gerne mit kleinen, besonderen Plätzen und mit Menschen zusammen, die etwas Eigenes aufgebaut haben – und ganz besonders gerne mit Menschen, die den Mut hatten, etwas Neues anzufangen und zu springen.
Vielleicht ist dort nicht alles so durchgestylt wie auf einem großen Feriencampingplatz. Dafür steckt meistens ziemlich viel Mensch darin. Und das ist uns wichtiger.
❤️ Warum wir manches so machen, wie wir es machen
Hinter dieser ganzen Tour steckt für uns mehr als sieben Technik-Camps voller Fahrzeugtechnik.
Natürlich möchten wir Euch Wissen vermitteln. Aber wir möchten keine 20 Frauen nach Hause schicken, die anschließend glauben sollen, sie könnten plötzlich ihren Camper komplett selbst reparieren. Darum geht es nicht.
Uns geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen. Sicherheit zu gewinnen. Sich selbst etwas zuzutrauen. Fragen stellen zu können. Und zu wissen, wann man sich Hilfe holen sollte.
Und diese Haltung hört für uns nicht bei der Technik auf. Wir möchten mit dieser Tour auch Menschen unterstützen und Möglichkeiten schaffen. Deshalb arbeiten wir mit kleinen Plätzen zusammen und unterstützen gerne Menschen, die den Mut hatten, etwas Neues zu wagen.
Und weil Unterstützung für uns nicht beim Technik-Camp endet, unterstützen wir mit einem Teil der Förderbeiträge aus den Technik-Camps ein gemeinnütziges Frauenprojekt. Welches Projekt das sein wird, geben wir bekannt, sobald unsere Auswahl abgeschlossen ist.
Wenn wir für rund acht Wochen aus Nordschweden losfahren und diese etwas verrückte Tour quer durch Deutschland machen, dann soll am Ende eben mehr dabei herauskommen als sieben Technik-Camps.